Donnerstag, 26. März 2015

DIY ¦ der lange weg vom teppich- zum parkettfussboden



hallo ihr da draussen

heut hab ich euch einen post, welcher mir viel bedeutet.
denn die aufgezeigte arbeit kostete mich viel schweiss, zeit, kraft und fluchwörter... und doch kann ich rückblickend sagen, ES HAT SICH GELOHNT!

gut nun mal zur ausgangslage, ach ach frau wohnte zwar in einer tollen süssen wohnung, doch irgendjemand empfand es als ganz dolle vor ihrer zeit einen teppich zu verlegen... TEPPICH ühhhh. ja ihr habt richtig gelesen, ich war ein armes mädel mit stoffdingern unter den füssen für ein paar jahre. doch eines abends, da nervte mich der anblick des teppichs so was von, so schritt ich, bewaffnet mit dem japanmesser in der hand, zur tat.

und ihr könnt euch ja nicht vorstellen, was mein auge erblicken durfte:


zuerst sah ich nur so ne komische braune schicht auf etwas (foto links) doch als ich diese vorsichtig entfehrnte fand ich parkett!(foto rechts)
und zwar nicht irgendeine art von parkett, nein fischgrätenparkett lachte mich an.
- und das übelste! seht ihr diesen hässlichen teppich brrrrrr ne ne ne jetzt aber wegsehen, wir wechseln lieber wieder zum holzfussboden.

ich hüpfte nach diesem fund vor lauter freude in meiner wohnung rum und noch in dieser nacht musste der teppich weichen... war zwar etwas müde am nächsten tag im office aber überglücklich. nach der arbeit deckte ich mich mit spachtel, schleifmaschiene mundschutz und musik ein.
es konnte beginnen!



bei aller liebe zu meinem boden, es war nicht gerade ein zuckerschlecken!
denn dieser ecklige braune leim war über den GANZEN boden verteilt... wer macht so einen blödsinn bitte! ich spachtelte mich somit von leiste zu leiste durch diesen hässlichen leim, schabte und schabte bis meine hände schmerzten.

ja jetzt denkt ihr sicher, meno bist du nicht ganz dicht! nimm doch so ein grosses spachtelteil und danach schleifst alles richtig ab und neu ist der boden... ja das ist absolut korrekt, doch ich wollte kein boden, der nach neu aussieht. ihr wisst was mir vorschwebte... böden in alten kneipen, welche das leben gezeichnet haben. mit kratzer, verfärbungen usw. herrlich und genau solche verfärbungen und zeichnungen wies mein boden auch auf... und ja da bleibt nix übrig, alls übelst von hand leiste um leiste freizulegen. 
zwischenzeitlich kam ich mir wie eine archäologin vor... auch ich sass im staub, mit gebückten rücken... und versuchte einen schatz behutsam ans tageslicht zu bringen... 


tja und als es soweit war, hat frau sich ein gläschen weisswein gegönnt und sich ausgeruht. was für ein moment. 
danach kam das grosse putzen, all diese kleinen leimpartikel musste entfehrnt werden und hier als tipp am rande, benützt keinen neuen staubsauger... weil nach dieser aktion könnt ihr diesen wegschmeissen.

nachdem alles gereinigt war, kam das schleifen an die reihe. auch hier wählte ich eine kleine handmaschine um nur gerade das nötigste abzutragen... ich wollte so viel wie möglich der schönen patina des holzes bewahren.

zum schluss kam noch die letzte ölung :) 

 
warum öl? ich habe mich für öl entschieden, da das holz mit dem öl weiterhin atmen kann und sich sehr natürlich unter den nackten füssen anfühlt. das öl musste ich 3x auftragen und in ca 4-6 jahren nochmals. weiter war mir auch wichtig, dass der boden keinen glanz erhält, aus diesem grund habe ich vom wachs und lackieren abgesehen.





Kommentare:

  1. Eindrücklicher Einsatz und super beschrieben. Danke dass wir daran teilhaben durften!

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  2. liebsten dank für den besuch und feedback :)

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